Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 16

Hämoglobinurie, Ausscheidung von gelöstem Blutfarbstoff (s. Hämoglobin) durch den Harn, Hauptsymptom des Schwarzwasserfiebers (s.d.). Der Harn hat in leichteren Fällen Rotwein-, in schwereren Porterfarbe. Der Harn ist dabei durchsichtig (Lackfarbe). Der Nachweis der H. wird durch chemische Reagenzien (Guajakprobe, Hellersche Blutprobe) geführt; mikroskopisch sind bei reiner H. rote Blutkörperchen im Harn nicht nachweisbar, da es sich um Ausscheidung gelösten Blutfarbstoffes, nicht wie bei der Hämaturie unveränderten Blutes handelt.

Werner.