Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 643

Fliegenfänger, Muscicapidae, kleine Singvögel, die durch einen flachen Schnabel mit starken Schnabelborsten gekennzeichnet sind. Sie nähren sich von Insekten, die sie von einem Beobachtungsposten aus erspähen und im Fluge schnappen. Die Verbreitung erstreckt sich über die ganze östliche Erdhälfte; etwas abweichende Formen finden sich auch in Nord- und Mittelamerika. Auffallende Fliegenfänger sind in Afrika die Paradiesfliegenfänger (Tchitrea). Die mittelsten Schwanzfedern sind sehr lang und bandförmig. Das Gefieder, mit Ausnahme der schwarzen Kopfteile, vorherrschend rotbraun, wird im späteren Alter reinweiß. Von Neuguinea ist ein Fliegenfänger mit unförmig großem Schnabel zu erwähnen: Peltops blainvillei. Er ist schwarz mit weißen Wangen, rotem Bürzel und Steiß.

Reichenow.