Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 640

Fledermäuse, Säugetiere, die zwischen den sehr verlängerten Fingern, den Mittelhandknochen und den Rumpfseiten, meistens auch zwischen den hinteren Gliedmaßen eine Flughaut und nur am Daumen oder auch am Zeigefinger je eine Kralle haben. In Togo und Kamerun kommen über 30 verschiedene Arten nebeneinander vor, in Deutsch-Ostafrika über 36. Aus Deutsch- Südwestafrika und Kiautschou kennt man erst wenige, auch aus Samoa und den Schutzgebieten in Mikronesien und Melanesien sind nur einige vorläufig bekannt geworden, für Neuguinea werden etwa 36 zu erwarten sein. Man unterscheidet 2 große Gruppen, die Flederhunde oder fliegenden Hunde (s.d.) mit länglicher Schnauze, meistens mit einer Kralle am Zeigefinger und mit dütenförmig gestielten Ohrmuscheln und die Kleinfledermäuse, welche eine rundliche Schnauze und niemals eine Zeigefingerkralle haben und deren Ohrmuscheln mit breitem Rande am Kopfe angesetzt sind.

Matschie.