Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 643

Flöhe oder Puliciden, flügellose Insekten mit drei getrennten Thorakalsegmenten und saugenden Mundwerkzeugen. Fast alle leben parasitisch auf warmblütigen Tieren und schieben ihren, meist zusammengedrückten, glatten Körper mit ihren kräftigen Hinterbeinen zwischen Federn und Haaren vorwärts. Nur wenige Arten saugen sich fest und büßen dann ihre zusammengedrückte Körperform ein. Höchstwahrscheinlich sind die F. Zweiflügler, deren äußere Körperform durch den Parasitismus völlig umgewandelt ist. Die fußlosen Larven leben von zerfallenden organischen Stoffen am Boden. Dem Menschen lästig sind besonders der Sand - F. (Sarcopsylla penetrans, s.d.), dessen Männchen auf Tafel 67/68 Abb. 20 dargestellt ist, und der Menschen - F. (Pulex irritans). Über die Rolle, die F. bei der Verbreitung von Pest spielen, s.d.

Literatur: O. Taschenberg, Die Flöhe.

Dahl.