Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 673

Fütterung. Die F. der landwirtschaftlichen Nutztiere beruht in den Kolonien- vorwiegend auf dem freien Weidegang. In Togo ist auch das Anpflöcken der Tiere auf der Weide bekannt. Während der Nacht werden die Tiere in Viehkraalen oder Hütten untergebracht. In Gegenden, wo zeitweiliger Futtermangel dazu nötigt, z.B. am Kilimandscharo in Deutsch-Ostafrika, ist auch Stallfütterung eingeführt; es bieten hier besonders Bananenblätter und -stengel ein wertvolles Futtermittel. Die Stall - F. kommt auch auf den Südseeinseln vor. Da, wo von Europäern eine Veredlung der Viehzucht angestrebt ist, wird namentlich für die wertvolleren Zuchttiere Beifutter, wie Hafer, Mais, gereicht, und es werden auch Futtermittel wie Luzerne (s.d.) an gebaut. S.a. Futtermittel und Futterpflanzen.

Neumann.