Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 231

Borkenkäfer oder Ipidae (früher Bostrychidae), kleine, nur wenige Millimeter lange Käfer (s. d.) von fast zylindrischem Körperbau, deren Larven meist unter der Rinde von Holzgewächsen leben. Da sie aber gewöhnlich nur unter der Rinde abgestorbener Stämme vorkommen, werden sie im allgemeinen der Pflanze weniger schädlich als andere sog. Bohrwürmer (s. Holzwürmer). Das Muttertier bohrt sich in die Rinde ein und frißt unter derselben einen sog. Muttergang. Dabei legt es links und rechts Eier ab. Die jungen Larven nagen ihre mit dem Wachstum des Tieres weiter werdenden Gänge in seitlicher Richtung. Es kommen dadurch eigenartige, für die Art charakteristische Figuren zustande. - Andere Arten fressen sich in die frischen Zweige und zwar in das Holz ein. Dahin gehört der Kaffee-B. (Xyleborus coffeae, Tafel 67/68 Abb. 25). Das Muttertier dringt hier bis zur Markröhre in die Zweige ein und stellt in dieser einen Raum für die Larven her. Die Larven nähren sich von Pilzen. Trotzdem wird das Tier durch seinen Fraß oft recht schädlich. B. fehlen in keiner unserer Kolonien.

Dahl.