Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 195

Beutelbär, Kusu, Phalanger, Kuskus, Baumbär, Gattung der Beuteltiere (s.d.). Kurzohrige, mit dichtem Wollpelze bedeckte, plumpe Säugetiere von der Größe eines Marders bis zu derjenigen eines Dachses. Ihr wollig behaarter Schwanz ist an der Unterseite der Spitze nackt und wird zum Greifen benutzt. Die Fußsohlen sind nackt; die große Zehe kann den übrigen entgegengestellt werden und trägt keinen Nagel; die 2. und 3. Zehe sind durch Haut bis an die Krallen verbunden. Jederseits sind 3 Schneidezähne im Oberkiefer und ein großer, spitzer Schneidezahn im Unterkiefer vorhanden. Die Beutelbären leben nächtlich im Walde. In Deutsch-Neuguinea kommt eine größere Art mit weißem oder rotem oder weiß und rot geflecktem Pelze neben einer etwas kleineren, braungefärbten vor. Außerdem leben dort mehrere Arten einer ähnlichen Gattung, Pseudochirus, die jederseits 2 Schneidezähne im Unterkiefer haben und bei denen zwei Zehen den 3 übrigen entgegenstellbar sind. Von den Eingeborenen werden diese Tiere gegessen. Das Pelzwerk kommt nur selten in den Handel.

Matschie.