Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 2

Aaskäfer im engeren Sinne oder Silphiden nennt man die Arten einer Familie von Käfern (s. d.), die sich durch 5 Tarsenglieder an allen Beinen, seitlich vorragende, keulenförmige Fühler und einen breiten Halsschild auszeichnen. Sie suchen Leichen von Wirbeltieren, die eben in Fäulnis übergehen, auf, um ihre Eier abzulegen (s. Aasinsekten). A. fehlen nur auf den jüngeren Inseln unserer Südseebesitzungen. A. im weiteren Sinne nennt man alle Käfer (s. d.), die ihre Eier an Tierleichen legen und die kleinere Leichen sogar einscharren.